Globaler Rückgang von Küstenfeuchtgebieten und Wäldern bedroht Biodiversität und Klima

Bolsa Chica Wetland Reserves, tags: und biodiversität - CC BY-SA

Eine umfassende Studie hat einen deutlichen Rückgang der weltweiten Küstenfeuchtgebiete aufgezeigt: In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind rund 4.000 Quadratkilometer verschwunden.

Gleichzeitig sind auch die globalen Waldflächen erheblich geschrumpft, was den Druck auf die Biodiversität und die Klimaregulierung zusätzlich erhöht.

Diese Verluste haben ernsthafte Folgen für die globale Ökologie und die Bemühungen, den Klimawandel abzuschwächen.

Globaler Druck auf Feuchtgebiete und Wälder

Küstenfeuchtgebiete – lebenswichtige Ökosysteme wie Salzwiesen und Mangroven – binden CO2, schützen Küstengemeinden vor Sturmfluten und bieten Lebensräume für Meereslebewesen.

Ebenso übernehmen Wälder, insbesondere Berg- und Tropenwälder, eine zentrale Rolle bei der Kohlenstoffspeicherung, der Unterstützung der Biodiversität und der Klimaregulierung.

Die gemeinsame Degradation dieser Lebensräume gefährdet die Stabilität von Ökosystemen und mindert die Fähigkeit des Planeten, dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Das genaue Ausmaß des Rückgangs und seine Ursachen waren bislang unklar. Die aktuelle Untersuchung zeigt nun, dass die Feuchtgebiete um rund 4.000 Quadratkilometer abgenommen haben – ein Verlust, der vor allem auf menschliche Aktivitäten und indirekte Einflüsse zurückzuführen ist.

Asien erwies sich als die Region mit den größten Verlusten: Etwa drei Viertel des globalen Rückgangs entfallen darauf. Innerhalb Asiens sind insbesondere China, Myanmar (Birma) und Indonesien von direkten menschlichen Eingriffen in diese wertvollen Ökosysteme betroffen.

In Europa, Afrika, Amerika und Ozeanien werden die Veränderungen der Feuchtgebiete hingegen stärker von indirekten Faktoren bestimmt.

Folgen für Naturschutz und Klima

Der massive Verlust an Feuchtgebieten sowie der seit 1960 dokumentierte Rückgang der globalen Waldfläche um 60 Prozent stellen eine große Herausforderung für den Erhalt der Biodiversität und den Kampf gegen den Klimawandel dar.

Wälder, die einen Großteil der landlebenden Arten beherbergen, haben durch die Ausweitung der Landwirtschaft – den Haupttreiber der Abholzung – pro Kopf stark an Fläche verloren.

Gebirgswälder sind essenzielle Lebensräume; sie beherbergen etwa 85 Prozent aller Arten. Ihr Schwund hat sich seit 2000 beschleunigt, was Sorgen um Biodiversität und Ökosystemstabilität verstärkt.

Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf an konsequentem Naturschutz und wirksamem Flächenmanagement, um diese unverzichtbaren natürlichen Ressourcen zu schützen und wiederherzustellen.

Die andauernde Degradation von Lebensräumen wie Feuchtgebieten und Wäldern bedroht nicht nur die Artenvielfalt, sondern verringert auch die Fähigkeit unseres Planeten, Kohlenstoff zu binden und die Folgen des Klimawandels abzumildern.